Geschichte der Entdeckung des Hoodia-Kaktus.
Entdeckt wurde die Pflanze von den Khoi-San Buschmännern in Südafrika. Die Buschmänner haben die Pflanze hauptsächlich auf ihren Jagdausflügen genutzt, wenn sie tagelang nichts zu essen hatten. Denn das erlegte Fleisch wollten sie ihren Stammesmitgliedern mitbringen. Mit den Spross-Stücken der Pflanze konnten sie ihr Hungergefühl unterdrücken und gleichzeitig ihren Durst stillen, denn als sukkulente Pflanze ist die Hoodia auch ein guter Wasserspeicher.
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Buschmänner von südafrikanischen Soldaten als Fährtensucher eingesetzt. Die Soldaten merkten, dass die Buschmänner kaum Nahrung und Wasser benötigten und erkannten somit Hoodia gordonii als nützliches Hilfsmittel für Diäten.
Kommerziell von der Pharmaindustrie wurde die Pflanze allerdings erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt und genutzt. Die Lizenz zur Vermarktung und Weiterentwicklung hatte zunächst die englische Pharmafirma Phytopharm, die die Rechte jedoch an den amerikanischen Megakonzern Pfitzer verkaufte.
Die Buschmänner in Südafrika konnten jedoch erfolgreich Gewinnanteile der Vermarktung bei Pfitzer einklagen und erhalten seither einen (sehr) kleinen Prozentsatz des Gewinns - allerdings lange nicht soviel, wie ihnen zustehen würde. Pfitzer zog sich kurz danach aus der Vermarktung von Hoodia zurück und gab die Rechte an Phytopharm zurück. In Zusammenarbeit mit der niederländisch-britischen Pharmafirma Unilever wird zur Zeit weiter an der Erforschung von Hoodia gearbeitet.
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