Hoodia gordonii lautet der wissenschaftliche Name der Wunderpflanze aus Afrika. Fälschlicherweise wird sie auch Hoodia-Kaktus genannt, obwohl sie mit der Familie der Kakteen nur sehr entfernt verwandt ist. Hoodia gordonii gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und dort zur Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae).
Sie ist eine sukkulente Pflanze, das heißt, sie speichert besonders viel Wasser in ihrem Gewebe, bedingt durch den extremen Standort der Wüste bzw. Halbwüste. Sukkulente Pflanzen haben eine sehr dicke, fleischige Oberfläche, um sich vor Verdunstung und Austrocknung zu schützen.
Ausgewachsen kann Hoodia ca. 60 cm hoch werden, mit einer oder mehreren Verzweigungen. Der Stamm und die Zweige der Pflanze sind sehr dick und erinnern von ihrer Form her an Gurken. Die komplette Oberfläche der Pflanze ist mit Stacheln bedeckt, allerdings erinnern diese eher an Dornen als an die Stacheln eines Kaktus. Die Blüten von Hoodia sind zart lachsfarben bis purpurn mit einem Durchmesser von 6 bis 11 cm. Die 5 Blütenblätter bilden gemeinsam eine tellerförmige Blüte. Die Blüten weisen einen starken Aasgestank auf, wodurch Fliegen angelockt werden, die die Blüten dann bestäuben. Hoodia bildet Kapselfrüchte aus, die bis zu 25 cm lang werden können. Bis die Pflanze ausgewachsen ist, vergehen oft mehrere Jahre. Auf Plantagen bei kommerziellem Anbau und mit Düngung dauert es etwa 2 Jahre bis sie reif für die Ernte ist. Insgesamt kann sie jedoch ein Alter von über 40 Jahren in freier Natur erreichen.
Ihr Lebensraum sind Halbwüsten im südlichen Afrika und dort hauptsächlich in der namibischen Kalahari-Wüste, aber auch in Botswana und Angola findet man sie. Diese Gegend ist sehr trocken, sandig und felsig. Ein Jahr ohne Regen macht ihr nichts aus, dann allerdings benötigt sie doch geringe Mengen an Wasser. Der Boden ist dort sehr salz- und mineralienarm, so dass die Pflanze kaum natürlich gedüngt wird. Dadurch dauert Ihr Wachstum auch mehrere Jahre.