Fälschungen.

Bei all den positiven Aspekten, die Hoodia gordonii offensichtlich bietet, sollte man jedoch auch Vorsicht walten lassen. Denn nicht alle Produkte, die im Handel oder Internet angepriesen werden, halten auch das, was sie versprechen.

Eine Studie in den USA hat ergeben, dass ein Großteil der dort angebotenen Hoodia-Produkte gar kein Hoodia enthalten oder nur sehr geringe Mengen. Statt dessen sind vor allem Füllstoffe in den Kapseln oder Gelen enthalten, deren Zusammensetzung für den Abnehmeffekt wirkungslos ist oder schlimmer noch: den Körper auf Dauer krank machen kann.

Man sollte außerdem darauf achten, dass das Produkt keinen Extrakt der Hoodia enthält. Denn echte Hoodia-Produkte werden nicht derart bearbeitet, dass man einen Extrakt aus der Pflanze gewinnt. Die Pflanze wird von den Buschmännern ja auch nicht als Extrakt gegessen, sondern im Ganzen. Daher wird bei seriösen Herstellern von Hoodia-Produkten die Pflanze geerntet, getrocknet und gemahlen. Dieses Pulver wird in die Kapseln gebracht und dann eingenommen. Ein Extrakt beinhaltet vielleicht die wirksame Substanz P57, aber die sekundären Pflanzenstoffe, die den appetitzügelnden Effekt unterstützen, sind nicht vorhanden.

Seriöse Hersteller bauen Hoodia auf Plantagen in Südafrika an. Die Pflanze benötigt etwa 3-5 Jahre, bis sie reif für die Ernte ist. Echte Hoodia-Produkte sind also sehr teuer, weil der Anbau viel Zeit in Anspruch nimmt und die Menge begrenzt ist.

Weiterhin sollte man nach Zertifikaten eines Produktes fragen. Dort sollte bestätigt sein, dass die Pflanze aus kommerziellem Anbau stammt und nicht aus Wildbeständen. Ebenfalls sollte aus dem Zertifikat ersichtlich sein, dass das Produkt erwiesenermaßen 100% Hoodia-Pulver enthält. Am besten auch auf die Zutaten-Liste schauen, die in Deutschland Pflicht ist. Wird Hoodia erst relativ weit hinten in der Liste aufgeführt, kann man davon ausgehen, dass nur geringe Mengen der getrockneten Pflanze enthalten sind. Am sichersten sind Produkte, die außer Hoodia keine weiteren Substanzen enthalten (außer der Kapsel).

Hoodia-Pulver ist zwar eine natürliche Substanz, allerdings können auch hier Nebenwirkungen wir Allergien und Unverträglichkeiten auftreten, wie es bei vielen natürlichen Heilmitteln, sogar bei heimischen Pflanzen immer wieder der Fall ist. Man sollte seinen Körper bei der Einnahme von Hoodia also gut beobachten und bei negativen Reaktionen sofort das Mittel absetzen, um schlimmere Folgen zu vermeiden.

Ganz davon abgesehen sollte man die Zufuhr von Hoodia auf einer niedrigen Dosis halten und den Zeitraum auf wenige Wochen begrenzen, denn wenn der Körper keine Nahrung aufnimmt, erhält er auch nicht die vielen lebensnotwendigen Mineralien und Vitamine. Dadurch können Mangelerscheinungen auftreten, die wiederum zu Kreislaufproblemen und erheblichen Stoffwechselstörungen führen können. Die körperlichen Gefahren entsprechen also letztlich der einer Null-Diät. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, dass Ihr Körper nicht nach einer Hoodia-Diät krank wird, lassen Sie sich bei Ihrer Diät von Ihrem Hausarzt begleiten. Dieser kann in regelmäßigen Abständen Blutuntersuchungen durchführen und Ihr Herzkreislaufsystem checken. Dann sind Sie auf der wirklich sicheren Seite.

 

 

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